David Hirschmann - 26.04.2018

Tanz gegen das "Hochofenballett"!

 

Am Samstag (18 Uhr) trifft unser TUS Teschl Heiligenkreuz am Waasen auf den DSV Leoben.

 

Einst waren die Donawitzer noch nur Donawitzer, und nicht auch Leobener. Und einst waren sie auch als "Hochofenballett" bekannt.

Professionell Fußball getanzt wird in der Obersteiermark aber längst nicht mehr, der Traditionsklub musste den Profitanzboden verlassen. Statt Rapid, Austria und Salzburg bittet man derzeit noch Gnas, Pöllau oder eben Heiligenkreuz zum Tanz. Derzeit noch? Ja, denn der DSV befindet sich in akuter Abstiegsgefahr. Mit den beiden jüngsten Niederlagen gegen die Abstiegskonkurrenten KSV Amateure (2:3) und TSV Pöllau (2:4) ist Leoben auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht und drohen für die nächste Saison somit Gegner wie Murau, Obdach oder Pernegg. Noch lebt aber die Chance die Klasse zu halten und dementsprechend wird die Mannschaft aus der zweitgrößten Stadt der Steiermark in den verbleibenden acht Runden aufs Gaspedal drücken.

 

Darunter auch Jürgen Prutsch, der heute einzige Kicker im DSV-Kader, der einst Profierfahrung atmete. Der 28-jährige Mittelfeldspieler durfte gar schon auf der großen italienischen Bühne vortanzen. Begonnen hat die Karriere des gebürtigen Grazers beim GAK, wo er es von der Akademie bis in den Kader der Kampfmannschaft schaffte. 34 Minuten spielte Prutsch am 13. Mai 2007 für den Grazer Stadtklub bei der 0:2-Heimniederlage gegen Rapid. Danach wechselte der Nachwuchsteamspieler zum SK Sturm, wurde nach Altach verliehen, wo ihn der AS Livorno entdeckte. Für die Süditaliener lief er sechs Mal in der Serie A auf, danach ging es in die Serie B und die Serie C. Auch bei Parndorf und Hartberg kickte Prutsch ehe er im Sommer nach Leoben wechselte.

 

Nachdem im Winter mit Brajan Krkic (KSV Amateure), Lukas Tomic (NK Samobor), Mateo Damis (NK Krk) und Mario Kosche (Griffen) vier neue Spieler verpflichtet wurden, ist gegenüber dem aus Heiligenkreuzer Sicht enttäuschenden 2:2-Remis im Herbst inzwischen auch der Trainer bei den Stahlstädtern neu. In der Hinrunde gab es sechs Niederlagen, acht Unentschieden und nur einen Sieg zu

verbuchen. Zum Frühjahrsstart folgten dann drei weitere Pleiten, was nach zweieinhalb Jahren in Leoben schließlich das Aus für Jürgen Auffinger bedeutete. Der 52-Jährige hatte dem Vorstand angeblich selbst seinen Rücktritt angeboten. Als neuer DSV Coach mit seinem Team ins Stiefingtal kommen wird am Samstag nun Helmut Kalander. Unter der Regie des neuen Trainers setzte es

bisher die schon weiter oben erwähnten Niederlagen gegen Kapfenberg und Pöllau. 

 

Die Torschützen beim ersten Tanz gegen das (frühere) "Hochofenballett" am 15. September des Vorjahres waren Sulaiman Mohsenzada, Jürgen Prutsch, Martin Petkoc und Daniel Hofer. Während der Karren beim derzeitigen Tabellenschlusslicht noch ordentlich verfahren ist, hat der TUS Heiligenkreuz nach anfänglichen Turbulenzen, die zumeist in der Fremde gegeben waren, längst

wieder in die Spur gefunden. Dementsprechend gehen unsere Gelb-Schwarzen als klarer Favorit ins bevorstehende Nord-Süd- bzw. Stadt-Dorf-Duell. Während die Gäste auf den gesperrten Christoph Hubmann verzichten werden müssen, kann Gerald Tödtling, zumindest was das betrifft, endlich auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. Aufgrund seines Syndesmosebandrisses definitiv erneut fehlen wird jedoch Daniel Resch. Ansonsten lassen wir uns am Besten einfach mal überraschen und hoffen auf möglichst viele einsatzfähige Spieler im TUS-Trikot.

 

Anpfiff am Sportplatz Heiligenkreuz ist um 18 Uhr. Bereits am Freitag (19.30 Uhr) ist unsere Heiligenkreuz/Allerheiligen II beim SV

Pitschgau zu Gast.

 

Lasst uns alle gemeinsam unsere Teams anfeuern und damit unseren Teil dazu beitragen, dass wir am Ende wieder einmal Freudentänze aufführen können. Denn "Hochofenballett" hin oder her – Gelb-Schwarze tanzen einfach besser!