David Hirschmann - 22.08.2017

"Was man vorne nicht macht, bekommt man hinten rein"

 

Weder Trainer David Preiss noch der Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:0, Sulaiman Mohsenzada, machten einen zufriedenen Eindruck nach dem Last-Minute-Punkt gegen die KSV Amateure. Beide waren sich einig, dass die altbekannte Fußballweisheit "was man vorne nicht macht, bekommt man hinten rein" die perfekte Überschrift für das 2:2 sei.

   

"Wenn man in einem Spiel gefühlt 20 hundertprozentige Chancen hat, diese zum Großteil nicht verwertet und man sich dann noch dazu ein Gegentor quasi selbst schießt, kann man nicht zufrieden sein", so der enttäuschte TUS Heiligenkreuz-Trainer David Preiss zum Last-Minute-Punkt gegen die KSV Amateure. Das Unentschieden fühle sich für ihn wie eine Niederlage an. "Das ist sehr enttäuschend, weil ich glaube, dass wir die Partie nach dem 1:0 in der Hand gehabt hätten. Wir hätten schon zur Halbzeit mit ein, zwei Toren führen können, haben die Chancen dazu aber nicht gemacht. Mit der Zeit kommt dann genau so etwas dabei heraus, dass man ständig anrennt, nervöser und ungeduldiger wird und aus einem Konter das Gegentor kassiert. So ist der Fußball manchmal." Für den 39-Jährigen war schon kurz nach Abpfiff klar, vorauf der Fokus in der kommenden Trainingswoche gelegt wird: "Wenn man sich die Vielzahl an Chancen und die Verwertung dieser ansieht, dann ist klar, dass der Schwerpunkt in der nächsten Trainingswoche Chancenverwertung sein muss, weil mit so einer Anzahl an Möglichkeiten, die man normal nicht vorfindet, muss man einfach mehr Tore machen." Im Hinblick auf die kommende Partie beim TSV Pöllau meint er: "Vielleicht ist dort wieder mehr drinnen, dass wir aus weniger Chancen mehr Tore erzielen."

 

Auch für Sulaiman Mohsenzada, Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:0, traf die berühmte Fußballweisheit völlig zu. "Obwohl wir kurz vor Schluss den Ausgleich gemacht haben, fühlt sich das Spiel wie eine Niederlage an." Laut dem Angreifer hätte die Begegnung schon zur Pause entschieden sein müssen: "Bei so vielen hochkarätigen Torchancen hätten wir schon zur Halbzeit mindestens mit 3:0 oder 4:0 führen müssen. In der zweiten Halbzeit habe ich trotzdem das Gefühl gehabt, dass wir noch stärker aus der Kabine gekommen sind. Wir haben unglaublich gute Torchancen herausgespielt, leider hat es aber nicht zum Sieg gereicht." Über seinen Treffer sagte der Kärntner: "Ich muss ganz ehrlich sagen, dass man sich als Stürmer über solche Flanken freut. Daniel Hofer hat das super gemacht und ich habe nur noch die Brust zum Ball bewegen müssen. Da habe ich nicht viel falsch machen können. Zum Schluss habe ich noch eine unglaublich gute Chance gehabt. Es ist schade, dass ich die nicht gemacht habe, da muss ich mich bei der Mannschaft entschuldigen." Am Ende fand der 30-Jährige aber auch etwas Positives: "Ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft ihre Chancen gegen Pöllau in Tore ummünzen wird und wir aus der heutigen Partie noch stärker herauskommen."