David Hirschmann - 04.06.2018

Das Spiel um die goldene Ananas?

 

Im letzten Spiel der Saison ist unser TUS Teschl Heiligenkreuz am Dienstag um 19 Uhr beim SC Bruck zu Gast.

 

Wie unsere Gelb Schwarzen sind die Brucker vor der letzten Runde der wahrscheinlich stärksten Landesliga aller Zeiten im gesicherten

Tabellen-Mittelfeld zu finden und dementsprechend geht es zum Abschluss für beide Teams noch um die berühmte goldene Ananas. So hatte auch der Steirische Fußballverband kein Problem damit, dass sich die Obersteirer und die Stiefingtaler schon vier Tage vor dem Rest der Liga in die Sommerpause verabschieden werden.

 

Gerade weil beide Mannschaften soweit völlig unbeschwert zuwerke gehen können, dürften sich die Zuschauer im Flutlichtspiel am Dienstagabend aber dafür umso mehr Hoffnung auf eine attraktive und offensiv geführte Partie machen.

 

Im Kader der Brucker gibt es einen Namen, der heraussticht: Andreas Schicker absolvierte 162 Bundesligaspiele, war u.a. bei der Austria in Wien, bei der SV Ried, bei der Admira und in Wiener Neustadt, wo er derzeit auch Sportdirektor ist, unter Vertrag. Schicker spielt seit letzten Sommer für die Brucker – und dass er überhaupt noch kicken kann, grenzt ein bisschen an ein Wunder. Er verletzte sich ja bei der Explosion eines Böllers schwer an den Händen, die linke Hand musste amputiert werden.

 

Nicht nur im Kader, sondern auch im Betreuerstab der Murstädter gibt es einen bekannten Namen: Der gebürtige Eisenerzer Andreas Schranz war zwischen 1997 und 2007 die Nummer Eins im Tor des GAK und von 2007 bis 2010 im Kasten bei Austria Kärnten. Nach einem kurzen Aufenthalt beim SV Grödig beendete der heute 39-Jährige seine aktive Karriere und ist inzwischen Tormanntrainer bei den Bruckern.

 

Das Hinspiel zwischen dem TUS Heiligenkreuz und dem SC Bruck endete mit einem knappen 1:0-Heimerfolg für unsere Gelb-Schwarzen. Erst in der Nachspielzeit gelang Daniel Hofer damals der spielentscheidende Treffer. 

 

Die Truppe von Hermann Zrim konnte im zweiten Jahr nach dem Wiederaufstieg vor allem im heimischen Stadion beste Figur abgeben. So konnten in den bisherigen 14 Heimspielen ganze neun Siege und zwei Unentschieden eingefahren werden. Einzig dem SC Liezen, St. Anna/A. und Wildon ist es gelungen im Murinselstadion die volle Punkteanzahl gutzuschreiben. Ähnlich wie bei unseren Gelb-Schwarzen lag bei den Bruckern die Schwäche eher in den Auswärtsspielen.

 

Apropos Auswärtsschwäche: Die will der TUS Heiligenkreuz am Dienstag ablegen und zum Saisonabschluss auch am fremden Platz nochmal seine individuelle Klasse besser an den Tag legen. Also ganz nur um die goldene Ananas geht es dann doch nicht.

 

Also gilt noch ein letztes Mal in dieser Saison: Alle auf nach Bruck!